schweinereien

„Der Worte sind genug gewechselt, nun lasst uns endlich Schwarte seh´n!“, rülpste der Eber mehr als daß er sprach. Der letzte Apfelkorn/Fanta war ihm wohl zu Kopf gestiegen und er war, mit all der Rationalität, welche Betrunkenen innewohnt, entschlossen der Gesprächsphase seiner Beischlafanbahnung nun eine physische Ebene hinzuzufügen. Schon schwang er mit leidlicher Akkuratesse seinen borstigen Arm nach vorn und behufte unbeholfen den Schinken der Dialogpartnerin. „Du Schwein!“, schallte es begleitmusizierend zu einer sauber ausgeführten Schweineohrfeige. Also das hatte er sich irgendwie auch anders vorgestellt.

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Die Wollkobra

Von Zeit zu Zeit wird mein Geisteszustand in Frage gestellt. Schwachsinn, Fiebertraum, Wahnwitz heißt es dann. Von Zeit zu Zeit muß diesen tolldreisten Anschuldigungen wohl zugestimmt werden. Manchmal lässt sich kaum noch verbergen, daß bei mir obenrum manches nicht richtigrum läuft. Das Konfetti und „Fix und Foxi“ Hefte weite Teile des gesunden Menschenverstandes vereinnahmt haben. Bisweilen fällt es schwer Firlefanz, Kinkerlitzchen und Tand im Zaum zu halten. Beispielsweise an jenem Tag, da mir unvermittelt die Idee der Wollkobra ins Gemüt schlängelte.

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