Halbgedachtes Midasmorgen

Schlaftrunken blinzle ich in die ersten Stunden des neuen Sommertages. Die Sonne lässt ihren Midasfinger schon über Bäume und Dächer und Wolken gleiten und so schwebt der Morgen in lautlosen, goldenen Wellen durchs Fenster. Die Luft hat sich noch etwas Nacht bewahrt. Ist frisch und klar. Beinahe weckt sie meine papierdünnen Gedanken auf, die noch müde im Glutlicht baden. Große, warme Unendlichkeit umfängt mich. Als gäbe es keine Verbindung zur Realität, zum Hier und Jetzt. Als wäre dieser Moment alles. Seufzend sauge ich ihn in mich auf.

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