Brezel

Manchmal plappert man sinnlos vor sich hin und es ist nicht alles nur ein amüsantes Kauderwelsch. Bisweilen verbalisiert sich eine spontane Idee mit Potential. Entspinnt sich ein kleines Gedankenexperiment, aus dem mal eine Geschichte oder ein Bild oder beides werden kann. Glücklich ist der, der sich in solchen Momenten der Gegenwart eines Ohrenzeugen, abseits der inneren Identitäten, zu versichern weiß. Eines aufmerksamen und ausgefuchsten Anwesenden, der die Idee aus dem üblichen Wortsalat heraushebt und auf sie aufmerksam macht. Ich, für meinen Teil, denke und erzähle nämlich soviel Käse und Absurdes, daß leicht mal ein interessantes Schätzchen verloren gehen kann.

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Battle Rap 2 Henmaan

Hen DMC ist zurück. In einer neuen Formation namens „Henmaan“ wird die nächste Strophe des Battle-Raps erbarmungslos rausgeknallt. Rhythmisch wieder am Besten zu genießen, wenn man das Metronom von Google auf 120 bpm mitlaufen lässt. Word!

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Der Bauchnabel

Begibt man sich auf eine Reise vom Herzschlag zur Fortpflanzungszentrale, so wird man unweigerlich das weite Abdominalareal durchstreifen. Genau in dessen Mitte liegt, schamhaft fast verborgen, der Bauchnabel versteckt. Wie wundersam wäre es, könnte er, wie einst, erneut ein Eingang sein. Ein Zugang mitten zum Bauchgefühl, zu den Schmetterlingen. Eine Öffnung zu Organen aller Arten, eine phantastische Pforte zur Intuition. Ein Portal zu Emotionen und Gedanken, die Einfahrt zur Einfalt. Mit weiten, übervollen Augen müsste man reisen, da vieles, so vieles, zu erblicken wäre.

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Die Aufregung

Die Menschen möchten gern Texte lesen, in denen sich einer aufregt. Am Besten über eine Sache, über die sie sich auch aufregen. Damit sie sich bestätigt sehen. Idealerweise strotzt der Text auch von Kraftausdrücken. Von Schurken und Verbrechervisagen soll dort die Rede sein. Von Haderlumpen und Pottsäuen. Von Taugenichtsen und Frechdächsen. Manchmal auch von Arschlöchern. Flachwichser, die uns alles wegnehmen oder Blödmänner, die uns nichts abgeben, sollen Thema sein. Die Schweine da oben, die Idioten da rechts, die Chaoten da links, die Gierschlunde da unten. Die ganze Welt voller wahnhaft religiöser Windelköpfe aus dem Mittelalter. Dann erst einmal eine Weile nichts. Und wir mittendrin. Wer wir sind, weiß niemand. Auf jeden Fall sind wir aber nicht die anderen, denn über die kann man sich nur aufregen.

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wahnwitz

Oh, merket auf, es klopft. Ist wohl die Vernunft, die pünktlich wie ein Uhrwerk Einlass begehrt. Rasch, so eilt euch doch, verrammelt das Portal. Hier sollen Schalk und Schabernack heut´s  Zepter schwingen. In diesem Rund soll Unfug regieren. Heut´ kann die Realität ihren Mantel mal gleich am Eingang abgeben. Samt der Ernsthaftigkeit in den Taschen. Wir bohnern indes die Treppen und rodeln dann. Wir balancieren Melonen auf Nadelspitzen. Wir wurschteln uns durch den Zwiebelhain und schärfen vegetarisch die Sinne. Servieren das Salamibrot mit Tischfeuerwerk. Ohnehin: Mehr Konfetti!

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Der 8. Zwerg

Es war einmal zu einer Zeit, da es Smarties nur in zwei verschiedenen Farben, schwarz oder weiß, gab und wilde Einhörner noch stolz und frei die Taiga durchtrabten, daß eine besondere Schicksalsgemeinschaft geschmiedet ward. Und wenn auch der Ursprung dieser munteren Truppe Freud und Leid zu gleichen Teilen schien, war ihr ein sorgenfreies Ende aller Tage vorbestimmt.

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zeigefinger

Mein Zeigefinger will heute ein Rennfahrer sein. Setzt sich seinen kleinen weißen Helm mit dem ausgefransten schwarzen Blitz an der Seite auf. Zieht mit zittrigen Händen den Kinngurt fest. Atmet tief durch. Und macht sich auf. Auf den Weg deine Kurven zu umkurven. Kurven an Stellen, wo andere nicht einmal Stellen haben. Kurven, die sich ohne Schranken sanft an deinen schlanken Flanken endlos bald gen Boden ranken. Ganz schwindelig kann einem da werden.

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Die Wollkobra

Von Zeit zu Zeit wird mein Geisteszustand in Frage gestellt. Schwachsinn, Fiebertraum, Wahnwitz heißt es dann. Von Zeit zu Zeit muß diesen tolldreisten Anschuldigungen wohl zugestimmt werden. Manchmal lässt sich kaum noch verbergen, daß bei mir obenrum manches nicht richtigrum läuft. Das Konfetti und „Fix und Foxi“ Hefte weite Teile des gesunden Menschenverstandes vereinnahmt haben. Bisweilen fällt es schwer Firlefanz, Kinkerlitzchen und Tand im Zaum zu halten. Beispielsweise an jenem Tag, da mir unvermittelt die Idee der Wollkobra ins Gemüt schlängelte.

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outlawcorner was im busch

Ich liege einfach nur da und schaue der Dunkelheit in die Augen. Oder auf den Arsch. Kann man nicht genau sagen, ist nämlich zappenduster. Jedenfalls scheint es ihr zu gefallen, denn sie schmiegt sich fester an mich an. Alle meine Sinne lösen sich langsam in ihr auf. Das Unterbewußtsein übernimmt das Steuer. Geradewegs ins Traumland.

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