Erkenntnis

Erkenntnis wird, soweit bekannt, oft überraschend nur erlangt. Du suchst und fragst ganz grübelig, da kommt sie plötzlich über dich. Was eben noch verwirrend war, wird innerlich dir eilends klar.

weiterlesen »

Brezel

Manchmal plappert man sinnlos vor sich hin und es ist nicht alles nur ein amüsantes Kauderwelsch. Bisweilen verbalisiert sich eine spontane Idee mit Potential. Entspinnt sich ein kleines Gedankenexperiment, aus dem mal eine Geschichte oder ein Bild oder beides werden kann. Glücklich ist der, der sich in solchen Momenten der Gegenwart eines Ohrenzeugen, abseits der inneren Identitäten, zu versichern weiß. Eines aufmerksamen und ausgefuchsten Anwesenden, der die Idee aus dem üblichen Wortsalat heraushebt und auf sie aufmerksam macht. Ich, für meinen Teil, denke und erzähle nämlich soviel Käse und Absurdes, daß leicht mal ein interessantes Schätzchen verloren gehen kann.

weiterlesen »

dannundwann

Dann und wann, zumeist wenn ich des Morgens zur Werktätigkeit schlendere, machen sich meine Gedanken frei von Regeln, Normen und Sachverstand und rufen einfach herein, was Ihnen einfällt. Ausgelöst durch den Anblick eines vorwitzigen Kiebitzes, eines keck vorgetragenen Sprechgesangssatzes aus den Kopfhörern oder den modrigen Geruch aus den Kanaldeckeln, bricht sich dabei Aberwitz nicht selten Bahn. Nachfolgend sollen nun einige dieser famosen Torheiten vorgestellt werden. Halbgedachte Ideen, deren Odem eigentlich schon wieder ausgehaucht war, als ich sie hastig notierte. Nun erhalten sie eine zweite Chance, wenn ihnen diese Zeilen neues Leben anheimstellen. Herr Kapellmeister?!

weiterlesen »

Die Verwandlung

Ich muß wohl in der dritten oder vierten Klasse gewesen sein, als wir ein Buch über ein Mädchen lasen, welches sich verwandeln konnte. In einen Engel, ein Krokodil, Albert Einstein oder was ihr gerade so einfiel. Obschon die Geschichte eher flach dahinplätscherte, wie hunderte andere vor und nach ihr, habe ich sie dennoch bis heute nicht vergessen, weil ein kleines, pfiffiges Detail mich aufhören ließ. Wenn sich etwas verwandele, erläuterte die Lehrerin, in der Natur oder Mythologie, nenne man dies eine Metamorphose. Aus diesem Grund wären das Buch und seine Titelheldin auch entsprechend benannt: „Meta Morfoss“. Ein heute wie damals gewiefter Twist.

weiterlesen »

Halbgedachtes die andere seite des Tages

Im Osten bricht die Nacht auf, ein neuer Tag bricht an. Es ist kaum sieben Uhr. Ich sitze auf dem Balkon und lasse mir von der klaren, kühlen Luft des Morgens den Schlaf aus den Falten klopfen. Von innen hilft ein zu starker Kaffee mit.

weiterlesen »

Der Anblick

Während ich den Plot für meinen nächsten Versuch auf dem Buchmarkt aufbereite und Charakterentwicklungen plane und Ereignisse in Reihenfolge bringe, suche ich manchmal Inspiration bei mir selbst. Blättere und schmökere in altem, längst Verfasstem und entdecke dabei hin und wieder kurze Einlassungen, die zwar nicht zum Buch passen, aber doch in sich selbst immer noch schlüssig und schön sind. Ich zitiere:

weiterlesen »

Das Fehlen

„Weißt du“, sagt die junge Dame, die ich gerad´ erst wiedersah,
„wie an vielen Wochenenden, deine Texte wunderbar,
mir die Laune aufgebügelt, das Gemüt ganz warm gestimmt,
da des Alltags graue Schwere, farbenreich sich dort verdingt.“

weiterlesen »

Neuerdings zwickt es hier manchmal im Herzen. Immer überraschend und überraschend schmerzhaft. Ganz kurzatmig wird mein Gleichgewichtssinn da. Ganz taumelig. Und, mal alle Hypochondrie außen vor, heute hat da glaube ich sogar was in den linken Arm ausgestrahlt. Als medizinisch mindestens durch das Fernsehprogramm geschulter weiß man: Oha, Herzinfarkt. Der käme mir jetzt gerade aber eher ungelegen. Wegen dieser ganzen Abkratznummer hauptsächlich. Und weil meine letzten Worte, dann meine letzten Worte wären. „Irgendwann platzt mir der Arsch“. So verlässt man doch nicht die Bühne. Außer man testet hauptberuflich Dynamithosen oder Bohnengerichte. Mache ich zur Zeit beides nicht, und würde mir daher eher ein anderes finales Statement wünschen.

weiterlesen »