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Wenn ein Freund in Not dich fragt, ob er mal eine Nacht auf deiner Couch pennen kann, überlegst du nicht lange. Wenn besagter Freund noch nicht einmal selbst fragen kann, wir nehmen zu seinen Gunsten mal Bescheidenheit und den Wunsch nicht zur Last zu fallen an, und seinen Erziehungsberechtigten vorschickt, sagst du erst recht „Ja!“. Ohne groß nachzudenken. Auch über die Komplikationen. Tagsüber ist er ja immer ein ganz dufter Typ, was könnte da nachts schon groß anders sein? Einiges, wie sich rasch zeigte.

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Kollege Schlafmütz

Während man noch als kleiner Drei-Cocker-Spaniel-Hoch durch die Welt vagabundiert, ist das Leben einfach und schön. Voller Entdeckungen und wundersamer Winkelzüge ist die Existenz. Beinahe jeden Tag lernt man eine neue Farbe kennen. „Ach, das ist also lila? Nicht schlecht, was sich rot und blau da ausgedacht haben. Respekt.“. Auch Freunde zu finden, könnte kaum leichter sein. Man gesellt sich einfach zu einer Gruppe spielender Kinder, und schon ist man auch ein Cowboy oder Indianer oder Ritter oder Weltraumpirat mit überzogenem Dispo und zwei Vaterschaftsklagen. Nur weil du da bist, denken erst einmal alle, daß du ein dufter Typ bist und wollen ihre Zeit mit dir verbringen. Mit der Zeit wird das anders. Zum einen, weil das Interesse am Weltraumpirat spielen mit dem Alter merklich abnimmt und zum Anderen, weil es gesellschaftlich eher kritisch gesehen wird, wenn ein stoppelbärtiger Mann Kinder auf dem Spielplatz fragt, ob sie nicht seine Freunde sein wollen.

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