Brezel

Manchmal plappert man sinnlos vor sich hin und es ist nicht alles nur ein amüsantes Kauderwelsch. Bisweilen verbalisiert sich eine spontane Idee mit Potential. Entspinnt sich ein kleines Gedankenexperiment, aus dem mal eine Geschichte oder ein Bild oder beides werden kann. Glücklich ist der, der sich in solchen Momenten der Gegenwart eines Ohrenzeugen, abseits der inneren Identitäten, zu versichern weiß. Eines aufmerksamen und ausgefuchsten Anwesenden, der die Idee aus dem üblichen Wortsalat heraushebt und auf sie aufmerksam macht. Ich, für meinen Teil, denke und erzähle nämlich soviel Käse und Absurdes, daß leicht mal ein interessantes Schätzchen verloren gehen kann.

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schwarzweisseschoene

Ich stehe auf dem Balkon und lasse mich vom Morgen in sein Pfirsichlicht tauchen. Ganz weich und rund und rot und gelb. Die Stille lädt dazu ein die Gedanken schweifen zu lassen und ich bin versunken in den Zeiten, die gewesen sind. Wenn man sein Glück in den einzelnen Momenten findet, vergisst man nämlich rasch, wie rasant diese wieder enteilen. Amüsanterweise hat es eines „Dick und Doof“-Films gebraucht, um mir dies zu vergegenwärtigen.

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Zoologische Betrachtungen in 1001 Nacht

Im Beduinenzelte saß, am Lagerplatze der Oas´,
Scheherazade und verlas, was märchenhaftes sie besaß.
Von Wüstenherrschern stolz und groß, die just zu ihrer Freude bloß,
da Reichtum man durch Öl genoß, sich hielten gar famose Zoos.

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Battle Rap 2 Henmaan

Hen DMC ist zurück. In einer neuen Formation namens „Henmaan“ wird die nächste Strophe des Battle-Raps erbarmungslos rausgeknallt. Rhythmisch wieder am Besten zu genießen, wenn man das Metronom von Google auf 120 bpm mitlaufen lässt. Word!

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Die Qual der Wahl

Ich schreibe jetzt einfach mal los. Sonst sitzen wir hier morgen noch. Seit einer halben Stunde grübele ich nämlich hin und her, was wohl Thema meines Traktats sein sollte. Obendrein ist auch die Form Bestandteil hirninterner Diskussionen. In Kombination tausende Möglichkeiten. Worüber also, auf welche Art, berichten?

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schweinereien

„Der Worte sind genug gewechselt, nun lasst uns endlich Schwarte seh´n!“, rülpste der Eber mehr als daß er sprach. Der letzte Apfelkorn/Fanta war ihm wohl zu Kopf gestiegen und er war, mit all der Rationalität, welche Betrunkenen innewohnt, entschlossen der Gesprächsphase seiner Beischlafanbahnung nun eine physische Ebene hinzuzufügen. Schon schwang er mit leidlicher Akkuratesse seinen borstigen Arm nach vorn und behufte unbeholfen den Schinken der Dialogpartnerin. „Du Schwein!“, schallte es begleitmusizierend zu einer sauber ausgeführten Schweineohrfeige. Also das hatte er sich irgendwie auch anders vorgestellt.

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Biorhythmus

Mein Murmelinneres wird hier mächtig zwischen Wellenklüften und -bergen hin- und hergeworfen. Ich drifte inmitten wuchtiger Massen aus Bewusstsein und Traumverstand. Alle Wasser waschen an den Vorstellungen, fluten die Gedankengänge. Ruinen. Erosion. Abrieb. Der Leuchtturmwärter ist krank geschrieben. Aufs Kind. Keuchhusten. Muß man im Auge behalten. Schlurfend knistern seine Pantoffeln über den Teppich aus verlorenen Fäden. Sein Turm zuckt währenddessen orangegelb ins indigo. Lange kann das nicht mehr gut gehen.

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Meditation

Wenn ich des Morgens durch die erwachende Welt laufe, dieser Tage schimmert sie im grau-blauen Licht des anbrechenden Herbstes oft wie Edelstahl, schlagen meine Gedanken regelmäßig Purzelbäume. Mit ihrem frisch gewienerten Pfefferminzatem und der kindlichen Zuversicht, daß der Tag wundervoll verlaufen muß, grinsen sie staunend die Einsamkeit des halbschlafenden Lebens an. Wie Meditation ist es fast, sobald sich der Takt der Schritte und des Herzens angleichen und der Geist losgelöst vom Körper zu schweben scheint. Freiheit die schönsten Firlefanz gebiert.

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wahnwitz

Oh, merket auf, es klopft. Ist wohl die Vernunft, die pünktlich wie ein Uhrwerk Einlass begehrt. Rasch, so eilt euch doch, verrammelt das Portal. Hier sollen Schalk und Schabernack heut´s  Zepter schwingen. In diesem Rund soll Unfug regieren. Heut´ kann die Realität ihren Mantel mal gleich am Eingang abgeben. Samt der Ernsthaftigkeit in den Taschen. Wir bohnern indes die Treppen und rodeln dann. Wir balancieren Melonen auf Nadelspitzen. Wir wurschteln uns durch den Zwiebelhain und schärfen vegetarisch die Sinne. Servieren das Salamibrot mit Tischfeuerwerk. Ohnehin: Mehr Konfetti!

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