herbstmorgen

Irgendwie genervt klopfen die Regentropfen ans Fenster. Das schwärzeste lila der Nacht ist bereits vorüber und man kann die endlosen Fäden, in denen sie zu Boden fallen, beinahe schon sehen. Ich sitze im Schneidersitz auf der Couch und lausche. Meine schwere Strickjacke, die ich erst zu dieser Jahreszeit hervorhole, umarmt mich. In beiden Händen halte ich die dampfende Kaffeetasse. Mein Blick ist noch schläfrig und ohne Fokus. Alles riecht nach Äpfeln. Bratäpfeln fast.

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Das Antlitz von Glueck

Für Stunden könnte ich dich betrachten. Wie bei einem Gemälde alle feinen Details und Texturen studieren. Mehr noch jetzt, da das weiche Herbstlicht dich zwischen Gold und Bronze und Kupfer changieren lässt. Aber frage nicht nach Sonnenschein, schon nimmt mein Puls rasant Fahrt auf. Schnell und laut wird mein Herzschlag, wie das Klappern der Briefkastenklappen wenn die fingerfertige Flugblattverteilerin flink ihre Phalangen über die Fronten flitzen lässt. Famos.

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