dannundwann

Dann und wann, zumeist wenn ich des Morgens zur Werktätigkeit schlendere, machen sich meine Gedanken frei von Regeln, Normen und Sachverstand und rufen einfach herein, was Ihnen einfällt. Ausgelöst durch den Anblick eines vorwitzigen Kiebitzes, eines keck vorgetragenen Sprechgesangssatzes aus den Kopfhörern oder den modrigen Geruch aus den Kanaldeckeln, bricht sich dabei Aberwitz nicht selten Bahn. Nachfolgend sollen nun einige dieser famosen Torheiten vorgestellt werden. Halbgedachte Ideen, deren Odem eigentlich schon wieder ausgehaucht war, als ich sie hastig notierte. Nun erhalten sie eine zweite Chance, wenn ihnen diese Zeilen neues Leben anheimstellen. Herr Kapellmeister?!

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Agathe

Agathe war ein mißmutiges Mädchen. Voller Ingrimm und Geringschätzigkeit. Schon beim Aufwachen war sie übellaunig. Wohl auch, weil man sie Agathe geheißen hatte. Kein anderes Kind, weder in der Schule, noch im Mikadoverein, hatte einen solch altmodischen Namen. Brian hießen die, und Chelsea oder Detmold. Namen mit dem Unterton von Freiheit und Möglichkeiten. “Agathe” dagegen klang als pinkle ein nierenkrankes Frettchen am Straßenrand auf eine rostige Fantadose. Fand Agathe. Unfassbar gewöhnlich und allerhöchstens mit dem Unterton von Verzweiflung und Selbstaufgabe. Kein Wunder also, daß sie genervt war.

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