Winterhysterie

Winter fetzt nicht. Zerfetzt höchstens Schienbeine. Mit seinen arschglatten Straßen, die dich auf dem Arsch landen lassen. Ungefragt und unangenehm schmettert dir der Schneegen ins Gesicht. Überhaupt: Schnee. Braucht niemand. Außer vielleicht Eisbären und Pinguine. Bin ich aber beides nicht. Ich verkaufe auch kein Imprägnierspray für Schuhe. Förmlich aufgedrängt bekommt man das, wenn man den Füßen nur rasch eine untenrum griffigere Heimstatt erstehen will. Es scheint auch im Imprägnierbereich Hochsaison zu sein. Genau wie bei den Tiefs. Also wettermäßig. Schön mollig kalt wälzen sich die Luftmassen durch das Land. Dünnen wenigstens die Insektenpopulation aus. Nicht das die Lärchenmade noch den Weihnachtsbaum annagt. Schließlich gibt es um diesen herum schon genug Probleme.

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Neuerdings zwickt es hier manchmal im Herzen. Immer überraschend und überraschend schmerzhaft. Ganz kurzatmig wird mein Gleichgewichtssinn da. Ganz taumelig. Und, mal alle Hypochondrie außen vor, heute hat da glaube ich sogar was in den linken Arm ausgestrahlt. Als medizinisch mindestens durch das Fernsehprogramm geschulter weiß man: Oha, Herzinfarkt. Der käme mir jetzt gerade aber eher ungelegen. Wegen dieser ganzen Abkratznummer hauptsächlich. Und weil meine letzten Worte, dann meine letzten Worte wären. „Irgendwann platzt mir der Arsch“. So verlässt man doch nicht die Bühne. Außer man testet hauptberuflich Dynamithosen oder Bohnengerichte. Mache ich zur Zeit beides nicht, und würde mir daher eher ein anderes finales Statement wünschen.

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