Gefangen hinter Gitterstäben aus Erinnerungen. Ein Käfig aus Zeit, aus Vergangenheit. Angekettet von Unfähigkeit und Unwillen zu vergessen. Gefoltert von den eigenen Gedanken und bohrenden Fragen. So fühlt sich das Leben an den dunklen, an den meisten, Tagen an.

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Die Inspiration

Lass´ dich von der Inspirationsfee küssen. Einen dicken Schmatzer mitten auf die Stirn. Dahinter werden die Ideen geboren. Neue Kinder von alten Gedanken. Lass´ dich inspirieren und du wirst sie überall finden. Diese Ideen. Von denen man soviel hört.

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Michael

In all den Ecken dieser Welt, so haben Forscher wohl gezählt,
sind tausend mal tausend Millionen, Insekten, die diese bewohnen.
Sie krabbeln, zirpen und brummen, sie fliegen, zischen und summen,
Sie kneifen, beißen und stechen, kurzum sie gehör´n zu den Frechen.

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zu spät

Ich wollte dir doch noch
all meine Geschichten erzählen
die niemand sonst kennt
die der Kern meines Wesens sind

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Egal

Ich bin dir egal. Oder? Kümmert dich, was ich denke? Was ich empfinde? Findest du meine Gegenwart erbaulich? Unglaublich, daß ich derartiges erfragen muß. Hast du doch neulich meine Hand noch derart fest gehalten, als gäbe es einen Orden dafür zu gewinnen. Und ich dachte ich könnte dich für mich erringen. Weil du für jeden ein Gewinn wärst. Obwohl ich manchmal nach Worten ringe, weil du mich sprachlos machst. Weil du mich dir zu Willen machst. Willfährig gleiten meine Gedanken an deinen Kurven entlang. Schleudertrauma im Wortschatz.

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gedankengänge

Ab und an ist es lohnenswert in den Gedankengängen nach dem Rechten zu sehen. Damit allzu aberwitzige Absonderlichkeiten nicht entkommen können, habe ich dort schon vor einiger Zeit einen Türsteher aufgestellt. „Was ist die Losung?“, fragt er mich mit steinerner Miene. „Wildtierscheiße“, spitzfinde ich zurück. „Korrekt, tritt ein“.

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Errinerung an Dich

Du bist wieder fort, doch dein Echo ist noch hier. Ich rieche dich, spüre dich, vermisse dich.
Dutzende Bilder malt mir mein Geist. Erinnerungen in wilden Farben. Immer du.

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Biorhythmus

Mein Murmelinneres wird hier mächtig zwischen Wellenklüften und -bergen hin- und hergeworfen. Ich drifte inmitten wuchtiger Massen aus Bewusstsein und Traumverstand. Alle Wasser waschen an den Vorstellungen, fluten die Gedankengänge. Ruinen. Erosion. Abrieb. Der Leuchtturmwärter ist krank geschrieben. Aufs Kind. Keuchhusten. Muß man im Auge behalten. Schlurfend knistern seine Pantoffeln über den Teppich aus verlorenen Fäden. Sein Turm zuckt währenddessen orangegelb ins indigo. Lange kann das nicht mehr gut gehen.

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morning_wood

Wie feiner Zwirn aus warmem Duft umwebt dich sanft die Morgenluft,
malt glühend einen Aurenschein, hüllt weich in mattes Licht dich ein.
Ganz schläfrig noch die Stimme bricht, da Atemzug mit Gähnen ficht,
doch Melodie ist schon geahnt, als Wort um Wort sich Wohlklang bahnt.
Ein Fältchenpaar die Augen säumt, der Geist dahinter wohl noch träumt,
wenn funkelndes in Feuerkraft, mit schwebend Macht die Lider rafft.
Und ein feudales Strähnenpaar, rahmt federleicht das Haupt mit Haar,
ja rankt in leisem Lockenklang, an Wang´ und Ohr dir gerad´ entlang.
Wie neugeboren, schuldlos fast, ganz elegant und ohne Hast,
zerbrechlich auch in edler Kraft, Bewegungen in scheidend Nacht.
Ach wüsst´ man nicht das Alltag dräut, und aller Tage Qual auch heut,
verlör´ man sich in diesem Blick, und kehrte gleich zu ihm zurück.
Doch webt mir dieser sanfte Duft, ´nen warmen Zwirn für Morgenluft,
ein feines Lächeln schärft mir ein, das Leben heißt am Leben sein.

Das kreative System

Immer später wird es hell. Man riecht den Herbst schon nahen. Nervös stromern die Eichhörnchen am Blattwerk entlang und legen Vorräte an. Der Wind pfeift ihnen kühl und gleichgültig durchs Gefieder. Auch mir weht er klar um die Nase, während ich in der Dämmerung stehe und still die erste Zigarette des Tages verbrenne. Ich liebe diese Stunden, wenn ich mit der Welt allein bin; würde sie sogar noch mehr lieben, wenn ich die Welt noch sehen könnte. Aber damit ist es wohl erst einmal vorbei.

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