Halbgedachtes Midasmorgen

Schlaftrunken blinzle ich in die ersten Stunden des neuen Sommertages. Die Sonne lässt ihren Midasfinger schon über Bäume und Dächer und Wolken gleiten und so schwebt der Morgen in lautlosen, goldenen Wellen durchs Fenster. Die Luft hat sich noch etwas Nacht bewahrt. Ist frisch und klar. Beinahe weckt sie meine papierdünnen Gedanken auf, die noch müde im Glutlicht baden. Große, warme Unendlichkeit umfängt mich. Als gäbe es keine Verbindung zur Realität, zum Hier und Jetzt. Als wäre dieser Moment alles. Seufzend sauge ich ihn in mich auf.

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Gefangen hinter Gitterstäben aus Erinnerungen. Ein Käfig aus Zeit, aus Vergangenheit. Angekettet von Unfähigkeit und Unwillen zu vergessen. Gefoltert von den eigenen Gedanken und bohrenden Fragen. So fühlt sich das Leben an den dunklen, an den meisten, Tagen an.

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Ich habe euch vermisst. Ihr klackernden Tastenanschläge. Ihr Buchstaben und Silben. Ihr Worte und Sätze und Absätze. Ihr habt mir gefehlt. Als Verstofflichung meiner Gedanken und greifbare Realität. Als wundersame Heilkraft und munterer Zeitvertreib. Als Ausdruck aller Emotionen. Ihr habt mir gefehlt.

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I have not
kissed another
since you left
it seems
there is no other
left to kiss
I guess
that even cherry lips
would miss
that special
quivering created
when our breaths
last separated