Die Momentaufnahme

morning_wood

Wie feiner Zwirn aus warmem Duft umwebt dich sanft die Morgenluft,
malt glühend einen Aurenschein, hüllt weich in mattes Licht dich ein.
Ganz schläfrig noch die Stimme bricht, da Atemzug mit Gähnen ficht,
doch Melodie ist schon geahnt, als Wort um Wort sich Wohlklang bahnt.
Ein Fältchenpaar die Augen säumt, der Geist dahinter wohl noch träumt,
wenn funkelndes in Feuerkraft, mit schwebend Macht die Lider rafft.
Und ein feudales Strähnenpaar, rahmt federleicht das Haupt mit Haar,
ja rankt in leisem Lockenklang, an Wang´ und Ohr dir gerad´ entlang.
Wie neugeboren, schuldlos fast, ganz elegant und ohne Hast,
zerbrechlich auch in edler Kraft, Bewegungen in scheidend Nacht.
Ach wüsst´ man nicht das Alltag dräut, und aller Tage Qual auch heut,
verlör´ man sich in diesem Blick, und kehrte gleich zu ihm zurück.
Doch webt mir dieser sanfte Duft, ´nen warmen Zwirn für Morgenluft,
ein feines Lächeln schärft mir ein, das Leben heißt am Leben sein.

2 Comments

  1. Avatar

    …wunderschön zum Verweilen….freue mich auf weitere Zeilen ….die das Leben im Gleichschwang-u.klang zulassen…mit viel Genuss…am Sonntagmorgen ohne zu hasten… mit weißer Rinde an den Bäumen…auf, dass sich das Gemüt in des Freudes-Gedanken-Handlungen- Fluss einzäune…;) Danke

  2. Avatar

    …oder auch nicht…wie eben dies Geschriebene. Wünsche Dir eine gute Zeit. Viele Grüße , Sabine

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.