Verloren

verloren

Rot gleich Hagebutten gucken, tränenfeucht die Augen mir,
durch kaputte Brillengläser, sucht der wässrig Blick nach dir.


Eben noch hielt ich in Händen, deine Hände, zart und stark,
rasend Herz war nie zu enden, glich des deinem jeden Schlag.
Gerade erst mit staunend Grinsen, lächelt ich von Ohr zu Ohr,
deinen Liebreiz, Schönheit findend, glückesvoll wie nie zuvor.

Kaum erst ist ein Jahr verstrichen, Zeit im Handstreich schon vorbei,
gestern scheint´s und doch verblichen, schmunzeln, feixen, Tändelei.
Deinen Blick mit meinem fassend, Leben mir erst Leben hieß,
da das Herz den anvertrauten, Rhythmus nur für dich verließ.
Haut auf Haut in Schlaf entschwindend, alles Frieden, alles Glück,
und die Seele jubelt endlos, endlich du, mein Gegenstück.

Plötzlich wird dann alles stille, dunkel jedes gold´ne Licht,
Ohne Sinne, ohne Wille, ohne dich, mein Herz zerbricht.
Atemlos in nur Sekunden, ohne Ziel, mit Gummiknien,
kann nicht rufen, will dich halten, du jedoch musst weiterziehn.
Und entschwindest, schnell und hastig, und verschwimmst mir so rasant,
will dich greifen, doch ich fass nichts, fast mir greifen unbekannt.

Stolp´re über meine Beine, falle, als ich eilen will,
du bist fort und ich alleine, langer Schrei, dann alles still.
Auch der Blick ist mir zersplittert, Spinnennetz im Sichtbereich,
taub und stumm und blind verbittert, scheint als käm´ das Ende gleich.

Rot gleich Hagebutten gucken, tränenfeucht die Augen mir,
durch kaputte Brillengläser, sucht der wässrig Blick nach dir.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.