Motek

motek

Ein heißer Fluß aus Glück entspringt, mir an den Augenenden, rinnt, in sanftem Strom die Wang´n entlang, macht sich Gedanken untertan. Um dich, um dich, dreht alles sich, entfacht, entflammt, mir wunderlich, das Herz, das mit dem Schlagen ficht, und schwungvoll aus dem Takte bricht.

Wie eine Taschenuhr zugleich, die einzig tickt, wenn warm und weich, dein Blick sich mit dem meinen mengt, und dergestalt mir Leben schenkt. Wenn Ketten, die den Brustkorb zwäng´n, dank deiner Worte Klang sich spreng´n, und endlich, endlich, Atem fließt, als neue Kraft sich mir ergießt.

Mein Dasein, gerad´ noch Buntstiftbild, in zittrig Strichen ausgefüllt, wird leuchtend nun ein Aquarell, dein Pinselstrich macht dunkles hell. Ja raubt mir gleichwohl den Verstand, den kampflos geb´ ich aus der Hand, und spieg´le mich in deinem Geist, als wenn man in die Heimat reist.

Wo schon dein feiner Blütenduft, Erinnerung´n zum Tanze ruft, jeder Unfug, jedes Lachen, weit und frei das Herz mir machen. Wo mich umfang´n, schützend bald, Schönheit, Nähe, vielgestalt, dabei aller Stürme wehren, die von außen an uns zehren.

Du bist Stille, bist mein Anker, bist Getöse, Vogelflug, bist die Farben, monochromes, manchmal albern, meistens klug. Du bist Glück, soviel ist sicher, wilder Puls im Derwischtanz, du bist Tränen und Vermissen, du bist aller Tage Glanz.

Und so will auch ich dir sein, alles, alles, groß und klein, Stütze, Aufwind, Schmunzelbringer, Herzschlagraser, Grambezwinger. Notensänger, Worteschmied, Mungofänger, Teammitglied, Wegbegleitung, Lebenspart, Armumschlinger, Rat und Tat.

Will an deinen Blicken lesen, welcherart ich hilfreich sei, will von deinen Blicken leben, alles andere einerlei.

 

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