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Sat 26 of May, 2012 (04:31 UTC)

Outlawcorner Online

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Die Berichterstattung

von henman
10.03.2012
Posted to Halbgedachtes
Obschon der Autor und sein Werk in ein Licht irgendwo zwischen obskur, promiskuitiv, wahnsinnig und wahnsinnig humorvoll gestellt werden, ist der Grundtenor dieser heute veröffentlichten Beschreibung der eingangs genannten doch sehr positiv. Über die Photographie wird man jedoch noch lange Zeit trefflich zu streiten wissen. Sei es wie es sei.

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Kommentare und Meinungen sind wie immer gern im Gästebuch zu hinterlassen.
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Das Buch

von henman
17.02.2012
Posted to Halbgedachtes
Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hat sich der eine oder andere schon einmal gewünscht meine literarischen Machenschaften zu einer ausladenen Sitzung mit auf´s Klo zunehmen. Und das auch in Spelunken oder Trinkhallen, in die man sein Netbook oder iPad oder selbst Aldi-"Smartphone" eher ungern mitnimmt. Jauchzet und frohlocket, denn die Tage des Darbens sind nun Geschichte, da unter anderem Amazon mein erstes Machwerk mittlerweile ins Portfolio aufgenommen hat. Zu erspähen ist es hier.
Und natürlich hat ein Buch dieses Kalibers auch seine höchsteigene Facebook-Seite verdient.

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Meinungen, Einschätzungen, Lobhudeleien und in ihrem Umfang Wohlwollen ausdrückende Sach- und Geldspenden nehme ich jederzeit an den bekannten Übergabestellen entgegen.

Und nun viel Spaß beim (portablen) Lesen...
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Das Leben

von henman
04.10.2011
Posted to Halbgedachtes
Mein Leben. Ein Meer von rauer Schönheit. Ein Himmel voll sengender Hitze. Ein Pfad klirrender Kälte. Ein Abschreiten der Gegebenheiten. Rundum, ein Naturspektakel. Ein wilder Kreislauf von der Brust als Nahrungsquelle, über die Brust als willkommenes sekundäres Geschlechtsmerkmal, bis hin zur Brust als fahle, faltige Kapuze des Herzinfarkts. Von der Kinder- zur Erwachsenenwindel.

Das letzte Hemd hat keine Taschen. Daher haben sie dir ja auch früher das Entgelt für den Styx-Fährmann auf die Augen gelegt. Und allerhand sonst noch brauchbaren Schnickschnack mit ins Loch geworfen. Vergoldete Zahnbürsten, Landkarten der östlichen Uckermark, etwas angebranntes Fladenbrot und einen schlecht zusammen gemeißelten Playboy und so. Tod als Tor. Vergänglichkeit ins fleischlich Lächerliche gezogen.

Doch Stolpersteine erinnern nur daran, dass man noch lebt. Knieschmerz, Kopfschmerz, Zahnschmerz, Herzschmerz. Behände den Zaun überwunden. Knicks. Übertrieben der Gärung zugesprochen. Klacks. Dem Zucker Maul und Tor geöffnet. Kracks. Der Wollust Gedankenspiel beigemessen. Knacks. So strahlen sie immerdar, diese zwei Seiten der Medaille. Ob Totenfähre, oder Lebenslust. Wer Schönheit einlässt und die Sinne öffnet, wird immer auch Dunkles auf der Tanzkarte vermerken müssen. Wer anhebt Arien zu schmettern, hat bisweilen auch ein Requiem in seinem Notenblatt.

Einzig, man misst ihm keine Bedeutung bei. Dem traurigen und lähmenden und schwarzen. Höchstens kurz in der Gegenwart. Kürzer noch in grauer Erinnerung. Was immer strahlt, immer Begleiter ist, sind Lächeln und Lachen und Herzschlag. Wie mit Humor man Brücken baute, mit Farben das Auge gewann. Wie mit Worten man Herzen zerschmolz und mit Gesten Glück beschwor. Dies sind Erinnerungen die bleiben. In aller Pracht und ohne vergilbendes Medium, wie Papier oder Dia oder Laserdiscs.

Wenn die Katze den roten Lichtstrahl jagt, die Fliege sich die Facettenaugen an der Scheibe stößt, das Kind so hübsch altklug daherredet, die Sonne und die Luft und das Meer, mal wieder ihre Kapriolen schlagen. Wenn man ungewollt ein Lächeln erwidert. Wenn alles so bunt und trotzdem rosarot ist. Wenn man Tiernachkommen so putzig findet und irgendwie schon wieder etwas gelernt hat. Wenn man einfach Freude empfindet, dass einem für einen kurzen Wimperschlag des Universums ein Bewusstsein verliehen wurde.

Dann durchtänzelt man die Gegebenheiten. Dann wärmt einen die bisweilen klirrende Kälte des Pfades. Dann erfrischen sogar die Himmel voll sengender Hitze. Dann erkennt man urplötzlich die raue Schönheit des Meeres. Dann ist man am Leben. Das ist mein Leben.
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Die Frühstücksfluppe

von henman
04.10.2011
Posted to Halbgedachtes
Armut ist wie eine warme Winterjacke. In der man friert. Weil sie nur noch von den klaffenden Löchern ihrer Mottenzerfressenheit zusammengehalten wird. Und sie stinkt.

So viel flitzpiepender Wahnwitz entfährt dem Autor, wenn er zur frühesten Morgenstunde ohne seinen dringend benötigten Nikotinkonsum auskommen muß und weder ein noch aus weiß. Raus weiß er schon. Raus zum Automaten nämlich, denn langsam werden die Augenlider zittrig. Also rasch ein Mieder gegürtet, und der Tabakuntervorsorgung trippelnden Schrittes den Garaus gemacht.

"Dummheit, Exzentrik, Größenwahn?" fragt man sich kurz und lässt die Frage dennoch ungehört im Raum verklingen. Denn wer möchte sich schon mit einem Verrückten anlegen, welcher selbst im Urlaub um fünfe aufsteht, nur damit er gegen neun ein Nickerchen machen kann? Niemand, richtig. Da kann der behaupten, was er will.

Zum Beispiel, daß Zigaretten wie ein warmer, wohlriechender Frühlingsregen für die Lunge sind. Von dem man hustet und Krebs kriegt. Bis das Atemorgan nur noch von den klaffenden Löchern der eigenen Mottenzerfressenheit zusammengehalten wird. Und man stinkt.
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Die Klarheit

von henman
27.09.2011
Posted to Halbgedachtes
Plötzlich wird alles klar. Rauschend brechen Worte heraus, formen Ideen, Figuren. Geisterhaft luftiges wird mit Materie versehen, macht Anstalten sich zu gestalten. Aus Röcheln wird Atem und Schrei, aus Tränen geballte Fäuste. Das Universum gestaltet sich um, die Uhren verharren gebannt. Was eben noch nebensächlicher Hauch, erhält und Farben und Muster. Ganz greifbar wird die Gedankenwelt. Hübsch hüllt sie sich in prächtige Sätze und mächtige Worte und anmutige Buchstaben. Beinahe geht alles zu schnell, werden die Hirngespinste zu rasch Realität und haben bald wieder eine Flüchtigkeit inne. Flink fängt sie mit leichter Hand jedoch ein Lächeln ein. Umfängt sie warm und heißt sie willkommen. Mit großen Augen sehen die Gedanken diese neue Welt, begreifen kaum, daß sie ihre Grundpfeiler sind. Die Urmasse. Der Atem, der Herzschlag aller Kreativität. Das sanfte Wiegen, welches Vergangenheit und Zukunft zur Gegenwart verschmilzt. Das ständig neue Augenblicke gebiert. Ständig vergänglichste Schönheit aufblitzen lässt. Staunend sehe ich alles entstehen und binnen eines Wimpernschlags wieder verfallen. Nur jedoch, um fast gleich, aber doch völlig anders sofort neu zu entstehen. Ein Feuerwerk des Ultimativen. Für Bruchteile. Doch solange du meine Hand hältst, sind Sekunden Ewigkeiten. Wird plötzlich alles klar.
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Die Inspektion

von henman
26.09.2011
Posted to Halbgedachtes
Es gibt Tage, an denen trinkt man seine Krönung mit Zucker gröbster Körnung. Kandis beinahe. Tage, an denen man sich selbst eine Backpfeifenkur zum Aufwachen verordnen möchte. Tage, an denen die Tiefenwahrnehmung Muskelkater zu haben scheint und man halb torkelnd durch den Sonnenaufgang wankt. Tage, an denen das einzig warme Gefühl das Blut ist, welches einem bei der morgendlichen Rasur aus der Schnittwunde läuft. Tage, an denen man sich entscheidet von nun an chaotische Chester A. Arthur Koteletten zu tragen. Tage, an denen einen nur der vage Wunsch aufrecht erhält irgendwann einmal ein T-Shirt mit der Aufschrift „Bikini Inspektor“ zu besitzen. Und zu inspizieren.

Heute ist keiner dieser Tage. Die Horoskopfrau vermeldet, dass ich heute auf der dünnen Linie zwischen Genie und Wahnsinn wandle. What else is new? Ich wohne doch bereits auf diesem schmalen Grad, lasse mich bald hüben, bald drüben hinunter gleiten. Und meistens kann ich sowieso nicht unterscheiden, auf welcher Seite der Grenze ich mich gerade befinde.

Erneut bin ich lächelnd aufgewacht, ohne auch nur den geringsten Anlass ersehen zu können. Vermutlich habe ich dieses Gesichtsmuskulaturtraining aus Morpheus´ Reich mit hinüber geschleppt, auch wenn ich mit nicht wirklich eines humorvollen Traumes entsinnen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass es laut deutscher Funkuhrenkonvention wohl gerade einmal einige Minuten nach halb fünf ist. Aber Zahlen sind Schall und Rauch wenn man ihnen nur möglichst dummdreist ins Gesicht lacht. Fast komme ich mir wie ein Grieche vor. Einzig habe ich weder die Demokratie oder brillante Mathematikgrundsätze ersonnen, so weit ich weiß, noch will man mir verbieten mit Euros zu bezahlen.

Also schlürfe ich, von heiteren Gedanken umfasst, mein Aufbrühgetränk, schiele hie und da ins Internet, um fest zu stellen, dass ich nichts verpasst habe und bin wohlgemut. Munter dampft die erste Zigarette zwischen den Fingern, während die Lippen ein Liedchen zu Gehör bringen. Der Schalk sitzt mir heute nicht nur im Nacken, er hat auch meine Augen mit einem schmunzelnden Funkeln tapeziert. Das schönste ozeanblau haben sie heute Morgen wieder angenommen, wie mir der Spiegel einige Minuten später zu vermelden wissen wird. Nach allen Ecken und Enden streckt sich die Frisur und versucht das feuerfarbene Sonnenlicht zu fangen. Recht prächtig fügt sich auch das Grinsen ein, welches es sich breitärschig mitten in meinem Gesicht bequem gemacht hat. Rundum, wäre heute nicht Montag und mein Beitrag zum Bruttosozialprodukt würde erwartet werden, es wäre ein perfekter Tag. Nun gut, beinahe. Einzig ein „Bikini Inspektor“ T-Shirt könnte ihn versüßen. Und das Inspizieren.
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Die Grundstimmung

von henman
21.09.2011
Posted to Halbgedachtes
Obwohl sich seit einigen Tagen eine flauschige Fröhlichkeit wie ein Kettfaden durch mein Leben zieht, also eine gewisse nicht greifbare Heiterkeit alles begleitet, kranke ich nun doch daran dieser Stimmung einen geeigneten Wortpelz überzustülpen. Alles, was mir so durch den Kopf geistert, ist entweder zu überschwänglich oder zu seicht formuliert. Nichts trifft den Kern der Anwandlung. Somit bleiben nur mittelmäßig tastaturisierende Selbsteinschätzungen über.

Der beste Aspekt ist, dass ich dieser Tage stets mit einem Lächeln aufwache. Kein Mensch vermag zu ergründen aus welchem Grund, aber es ist so. Und so schlurfe ich dann auf meinem Weg zur Bedürfnisanstalt am Spiegel vorbei und fletsche mir selbst die Fröhlichkeit ins zerknitterte Oberstübchen. So muß bei den „Kastelruther Spatzen“ jeder Tag beginnen. Nur, dass ich nicht mein Akkordeon hervorkrame, die Nachbarn gegen fünf Uhr morgens herausklingele und ihnen ein Ständchen bringe, bevor wir gemeinsam die Hühner melken gehen. Am Grinsen bin ich dennoch und am Singen dann auch irgendwie. Wild wird während des Zähnebürstens die gesamte Musikgeschichte ad absurdum geführt, wenn ich ein Medley der größten Hits vom Kinderwagen bis zur Barre herausspucksaune. Hier hat unmelodiöses Vorschulliedgut genauso wie die lebensbejahenden Phrasen obskurer Rapper seine Heimstatt gefunden.

Außerdem scheint auch mein Gang sich eine gewisse Leichtfüssigkeit zu Eigen gemacht zu haben. Ich schwebe geradezu dem koffeinhaltigen Frühstücksgetränk entgegen. Meine Füße scheinen den Boden nicht einmal zu berühren. Unbemerkt ist eine natürliche Kraft in meine Bewegungen einmarschiert, wie Cecil Rhodes durch Afrika. Und die Erwähnung vorgenannten Entdeckers beweist auch, dass diese Kraft beginnt meine Hirnwendungen auf links zu drehen. Urplötzlich taucht längst verloren gegangen geglaubtes Wissen wieder in dem kleinen Büro auf, welches normalerweise nur meinen 300 Worte umfassenden Alltagswortschatz beherbergt.

Oberschlundganglion, denke ich unerwartet und überrasche mich so sehr damit, dass ich lachen muß. Auch das ansonsten nur in meinen Träumen oder dem ein oder anderen Rausch vorhandene umfassende Fremdsprachenvokabular bringt sich mal wieder ins Gespräch. Und allerorts Alliterationen und Kreuzreime und pars pro toto und Hendiadyoins und solche Angelegenheiten. Als ob im Hirnkasten Kehrwoche wäre und die Putzteufel noch einmal kurz nachschauen, was noch benötigt wird. Fehlte nur noch, dass ich mir auf einmal wieder Telefonnummern merken könnte, wie zu den Zeiten, da einem noch kein Mobiltelefon diese Arbeit abnahm.

Und immer ist alles von dieser leichten Heiterkeit umschnürt. Ein buntes, weiches Geschenkband der Lebensfreude. Eine flaschenbodendicke rosarote Brille, welche aus fliegenden Ratten wieder possierliche Brieftauben macht. Die dich denken lässt, dass der Wind dem Grase so feingliedrig durch die Frisur fährt wie die Mutter dem weinenden Kinde. Die aus Wolken Elefanten und Ritter hoch zu Roß und Konstitutionsformeln und Leipziger Volksschlacht Dioramen macht. Und mein Herz humpelt nicht. Es springt und schlägt Purzelbäume und grinst der Existenz gerade wie mein morgendliches Spiegelbild, frech feixend ins Gesicht. Das ist Leben ist derzeit eine flauschige Fröhlichkeit.
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Beinahe etwas

von henman
16.09.2011
Posted to Halbgedachtes
Nachdem mich meine Freunde berechtigterweise ins betrunkene Scheinwerferlicht trieben, passierte folgendes:

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Die Anspannung

von henman
15.09.2011
Posted to Halbgedachtes
Es gibt diesen Moment der maximalen inneren Anspannung. Diese hundertstel Sekunden in den das Hirn zwischen Flucht und Kampf abwägt. Dieser Wimpernschlag der Zeit kurz nach dem man etwas umgestossen hat oder einem das Glas aus der Hand rutscht. Dieser vermeintlich unendliche Augenblick, in dem alles eingefrorenen zu scheint. Und just in diesem Zustand scheint sich mein Inneres neuerdings permanent zu befinden. Zwar ist die allgemeine Empfindung etwas unterschwelliger, als wenn ich bemerken würde, dass ich wirklich gleich die Treppe hinabstürze, dennoch ist sie ständig da. Eine innere Ungeduld, eine Spannung, die Erwartung, dass jeden Moment etwas passieren wird. Passieren muß.

Zuerst hatte ich es noch mit dem hinter der Schreibblockade aufwallenden Kreativittätsströmen abgetan, doch diese Erklärung allein ist wohl nicht ausreichend. Obschon ich das regenbogenfarbene Aufbäumen meines Schwachsinns bemerke, fühle, wie er sich langsam bereit macht die Dämme des gesunden Menschenverstandes in Kleinteile zu zerlegen, so ist immer auch noch etwas anderes dabei mitzuschwingen. Nun ist es nicht so, dass mich diese Situation besonders belasten oder mir Kopfschmerzen bereiten würde. Vielmehr fühlt sich mein Geist durch diese innere Spannung wie das Hirn eines 6-Jährigen an. So weit ich mich zu erinnern vermag.

In jeder Sekunde, jedem Augenblick, könnte eine komplett neue Erkenntnis auf mich warten, welche mich zuerst zum Staunen und dann mein Weltbild ins wanken bringt. Irgendwie scheint alles auf einmal noch eine zweite, dritte oder gar vierte Seite haben zu können, die mir bisher verborgen blieb. Als hätte ich noch nie von der Farbe lila gehört und sie zum ersten Mal gesehen und würde plötzlich ihre Eltern rot und blau erkennen. Oder ich sähe zum ersten Mal ein Schnabeltier und könnte seine Eltern eben nicht identifizieren. Oder man erkennt zum ersten Mal die Einzigartigkeit jeder Schneeflocke, oder wie eine Katze durch zehn Zentimeter hohen Schnee läuft, oder man versucht den größten Schneemann aller Zeiten zu bauen, welcher dann zirka einen Meter dreiundsechzig groß wird. Jedenfalls, scheint hinter jeder Straßenecke eine dergestalte Erfahrung auf mich zu warten. Ein Hoffnung verheißendes, buntes Aufblitzen des Daseins. Eine mich ins Staunen versetzende Erkenntnis, die neue Perspektiven aufzeigt und mich grinsen lässt.

Und in der Zuversicht, dass diese neue Einsicht nicht das Gefühl eines Rottweiler/Doberman-Kombinationsangriffes auf mein Leben sein wird, gebe ich mich dieser inneren Anspannung hin. Diesem Wimpernschlag der Zeit, welcher jede Sekunde dazu verdammt, womöglich nur der blasse Vorfahre des wahrhaft Beeindruckenden zu sein. Ich bin gespannt.
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Der Neubeginn

von henman
14.09.2011
Posted to Halbgedachtes
Nur graue, melancholisch´ Luft, in grauem, feuchten Morgenduft,
ganz blass sogar das Sonnenlicht, selbst seinen Ursprung sieht man nicht.
Am Wagenfenster Schattenflug, und Schatten gibt es nun genug,
als griffen hölzern´ Arme mich, türmt auf ein Astgewirre sich.

Schlafestrunken wankt der Blick, auch Geistesspiel nur Missgeschick,
gar kraftlos müde Finger fassen, was Graues noch hat leben lassen.
Recht unscharf fliegt vorbei die Zeit, nur Sehnen, Flehen, Einsamkeit,
ein zähes Ringen fesselt mich, all´ Hoffnung lässt mich jäh im Stich.

Da schreit ein gülden Sonnenstrahl, und leuchtet hell wie glühend´ Stahl,
Nun setzen tausend Brüder ein, und tauchen gleißend ein das Sein.
Und durchs Alleendache kracht, mit blauer, weißer, leichter Macht,
das Freiheit heißend Himmelszelt, die lächelnd Decke einer Welt.

Und aus Wind wird Federhauch, aus Fesseln sanftes Streicheln auch,
im Geiste jagt indes sich schon, ein ganzer Reigen Explosion´n.
Und der Verstand begrüßt die Welt, die alle Chancen möglich hält,
er greift in weiche Lebensluft, betört vom bunten Morgenduft.

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