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Fri 30 of Jul, 2010 (00:14 UTC)

Outlawcorner Online

Halbgedachtes

erstellt von: henman, Sun 19 of Jul, 2009 (12:52 UTC)
Zuletzt modifiziert: Mon 15 of Feb, 2010 (21:40 UTC)
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Nerdcore

von henman
29.07.2010
Posted to Halbgedachtes
Durch Zufall bin ich heute auf einen Musikanten namens YTCracker (sprich: Whitey Cracker) gestossen. Dieser bastelt seinen Hip-Hop mit den guten alten 8-Bit Grafiken der NES-Generation zusammen, da er wohl auch Erfahrung als Cracker hat. Das ganze nennt sich dann Nerdcore, weil auch über nerdige Themen gerappt wird. Wie auch immer, mal was anderes für Ohren und Augen.

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Die Märchengestalten

von henman
28.07.2010
Posted to Halbgedachtes
Wie das tapfere Schneiderlein sitze ich beim Frühstück, verspeise mein Pflaumenmusbrot und betrachte interessiert das Kadaverfeld, welches sich über Nacht am Fliegenfänger angesammelt hat. Die Vergänglichkeit des Daseins gefangen an fünfzig von der Lampe baumelnden, klebrigen Zentimetern. Die Zeit. Ein Schnellzug durch das Schwarz zwischen Geburt und Tod. Ein wenig Wehmut aufgrund der Sterblichkeit aller Dinge setzt ein. Unterstützt wird dieser Eindruck durch den Geruch des kürzlich als Impulskauf erworbenen Weichspülers, der aus meiner Kleidung aufsteigt. Das Chemiekombinatprodukt riecht irgendwie ganz (f)liederlich nach alten Leuten. Man kommt nicht umhin sich lange Baumwollunterhosen, eine Strickjacke, eine leichte Demenz und eine „Früher war alles besser“-Attitüde zu wünschen. Und wie die müden Gedanken so zwischen Märchenreich, Verklärung der Vergangenheit durch Hirnzersetzung und Vergänglichkeit an sich pendeln, fällt mir auf einmal die etwa gleich alte Frau ein, deren Bekanntschaft zu machen ich jüngst die zweifelhafte Ehre hatte.

In unserem kurzen Gespräch wurde recht schnell klar, dass sie wohl nicht die hellste Kerze auf der Hochzeitstorte von Quantenmechanik und Fremdsprachenkorrespondenz war. Vielmehr gerierte sie sich als die Art von Mensch, die auch schon mal, von der vagen Hoffnung des schnellen arbeitsunintensiven Reichtums getrieben, bei 9Live anrufen würde. Ganz aufgeregt würde sie „Oh mein Gott, oh mein Gott“ stammeln, wenn der Ex-Big Brother Praktikant sie dann in seiner gewohnt Sprachkonventionen ignorierenden Art im Studio begrüßte. Dann würde er sie nach einer „Stadt mit A an 2. Stelle“ fragen, und sie würde, wie aus der Zwille geschossen, mit „Wernigerode“ antworten. Aber sei es drum, irgendwie muß die Münchener Abzockklitsche ja auch ihr Geld verdienen. Um ihre von mir beschriebene Fähigkeit zur Geistesakrobatik auf Cirque de Soleil-Niveau, bildlich gesprochen, zu versinnbildlichen, trug besagte Dame auf dem linken Oberarm ein recht verwaschenes Tattoo.

Nicht nur, dass die Farben ihrer ehemaligen Strahlkraft beraubt schienen, auch an der Form der Leinwand hatte der Zahn der Zeit gehörig genagt, was zu erheblichen Deformationen des Motives geführt hatte. Trotz kräftigstem unauffälligem Spähen konnte ich nicht ausmachen welche Abbildung hier so schmucklos zur Schau getragen wurde, also entschloss ich mich zur Nachfrage. Ein großes „HolladieWaldfee“ entsprang meinen Lippen, da sich herausstellte, dass es sich um Toadward beziehungsweise „Toadie“ den kleinen Diener von Lord Igthorn aus der „Gummibärenbande“ handelte. Nun gut, mittlerweile sah er eher aus wie eine wirkliche Kröte nach einem ungewollten Zusammentreffen mit einem 12-Tonner, aber die Auflösung dieses Rätsels lieferte meine Gesprächspartnerin stehenden Fußes nach.

Sie hatte sich das Kunstwerk nämlich im zarten Alter von dreizehn Jahren verpassen lassen. Da dies jedoch mittlerweile beinahe zwei Dekaden her war, konnten Verwitterungserscheinungen nicht immer ganz ausgeschlossen werden. Natürlich hätten ihre Eltern dies auch schon ahnen können, als sie ihrem gerade pubertierendem Sproß gestatteten sich in ein Umfeld zu begeben, in welchem eben jenes Kind ein „Gummibärenbanden“-Tattoo verpasst bekommt, aber man kann ja nicht überall sein. Und die Super-Nanny hat damals bestimmt selber noch den ein oder anderen Jägermeister-Sprite-Mix weggezogen und Rothändle auf Backe geraucht. Daher nun der von den Wirren der Geschichte überfahrene Oberarmschmuck.

Auf diese Art kam dann an diesem Morgen alles zusammen. Märchengestalten gleich betrachte ich einige noch strampelnde Fliegen, deren Zeit gekommen war und freute mich, dass es zu keiner Zeit dazu gekommen war, dass ich mir Märchengestalten unter meine Haut malen ließ. Man denke nur, was hätte geschehen können. Mit fünf war ich nämlich ein ganz schön großer „Tapferes Schneiderlein“-Fan.
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Bipolare Störung

von henman
26.07.2010
Posted to Halbgedachtes
Das Leben ist scheiße! Viel zu früh reißt dich ein Strom aus Tröten und Tuten aus deinen Regenbogenträumen. Mürrisch quälst du dich aus dem Bett und haderst mit der ganzen Welt. Obwohl du deinen Körper noch kaum spüren kannst, scheint alles zu schmerzen. Schwankend zwingst du dich ins Badezimmer, wo das grelle Licht dir die roten Augen zu versengen sucht. Aus dem Spiegel verhöhnt eine graue, mumienhafte Gestalt dein Dasein. Deine Zunge schmeckt fade und leblos. Rasch eilst du diesem Bild menschlicher Tragödie zu entkommen und flüchtest auf den Balkon. Die kalte Morgenluft soll dich erretten. Blinzelnd blickst du in den Himmel und erstarrst vor Ehrfurcht. Der Morgen hat ein weites hellblaues Band gespannt, unterbrochen nur von zarten weißen Tupfern jeder Form und jeden Alters. Sanft bahnt sich das Sonnenlicht seine Wege durch diese lebensbejahende Leinwand. Ein leichter, kühler Wind weht mit atemberaubender Filigranität. Dennoch ist alles ruhig, als sei der Tag selbst voller angespannter, freudiger Erwartung. Jederzeit zum Sprung bereit. Dein Gesicht leuchtet auf und unmerklich schiebt sich ein schwereloses Lächeln darauf. Dein Inneres gebiert unbekannte Zuversicht. Die Schönheit der Aussicht hat dich gänzlich umfangen. Das Leben ist schön!
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Die Toleranz

von henman
25.07.2010
Posted to Halbgedachtes
Auf einmal ist der höchste aller hohen Hochsommer, und ich kann mich nur wieder einmal wundern, warum uns durchschnittliche fünfunddreißig Grad über Null in den Nachrichtensendungen eher als „schönes Wetter“ denn als „Affenhitze mit Tendenz zu Verbrennungen dritten Grades“ verkauft werden. Auch und gerade, da mein Hauttyp bisweilen gerade einmal eine Stufe vor Albino ist. Aber natürlich steht man stellaren Phänomenen wie der mittjährlichen Temperatur recht hilflos gegenüber und versucht sich so gut als möglich mit ihnen zu arrangieren.

Daher wanderte ich nun in jahreszeitgemäßer Kurzkleidung durch die schwitzende Stadt und musste überrascht feststellen, dass auch die ein oder andere femimöse Passantin es sich nicht hatte nehmen lassen einen Großteil ihrer Bekleidung bei Mottenkugeln und Winterschals zu deponieren, und anstelle dessen luftig, frei und vermeintlich ohne Unterbekleidung, hier durch die Botanik zu vagabundieren. Wie Werbung für potenzsteigernde Wundermittel auf einer schlechten russischen Pornographieseite ploppten um mich herum immer mehr minimal textilisierte Damen ins Sichtfeld hinein. Ein ganzes Gebiß steiler Zähne entspann sich da in die Szene. Das mein Augenlicht zudem vom Sonnenlicht geblendet und nur marginal durch recht UV-durchlässiges Braunglas geschützt war, tat wohl das übrige dazu meine Sicht auf die Mitflanierenden positiv zu trüben. Zumindest was den weiblichen Gesellschaftsanteil anging.

Denn als ich an einer wohl rot leuchtenden Ampel, so musste ich aufgrund mangelnder Sehfähigkeit nämlich aus den sinnlos herumstehenden Fußgängern schließen, zu warten anhub, stand neben mir plötzlich ein recht merkwürdig anmutender männlicher Hallodri in jugendlichem Alter. Wie für einen Geschlechtsgenossen seiner erblühenden Adoleszenz üblich, hatte er sich das etwas zu lange Haar geschickt im „Sergeant Schlüpferstürmer Style“ ins Gesicht gegelt. Außerdem trug er nur ein weißes Baumwollunterhemd, welches seine a) rasierten oder b) in Bezug auf Haarwuchs jungfräulichen Achseln geschickt zu betonen wusste. Schienbeinlange Hosen und ortsübliche Sneakers komplettierten das ungewagte Ensemble. Der Nieselpriem passte in diese Umgebung wie Arsch auf Eimer, Faust auf´s Auge oder Fisch auf Fahrrad. Nur eines kam mir irgendwie merkwürdig vor, denn während wir gemeinsam die Grünschaltung des Verkehrsgeleuchtes abwarteten, brabbelte mein Nachbar unaufhörlich vor sich hin.

Ein Strom unablässiger Verbalinjurien. „Altaa..“ manchmal und auch „Jaja, deine Mudda!“, so dass man schon einmal gerne die Streitaxts des Schnauzehaltens, die Hellebarde des Hastdunichtgesehn oder auch die Keule des Kanstdunichmalendlichruhigseinduidiot (+2) schwingen mochte. Man fragt sich, welchen Grund dieses sinnlose Blödiansgeplapper hat, welches drauf und dran ist die eben noch so vollmundig wollüstige Sonnenstimmung zu vermiesen. „Aha!“, denkt dann jedoch der medizinisch geschulte Boulevardmagazinzuschauer sofort. „Aha, ein 1 A Tourette-Syndrom! Oder ´ne Hirnhautentzündung wegen Zeckenbiss! Oder als Kind vom Wickeltisch gefallen und dabei Mutters kochenden Ingwertee mitgerissen. Narben für´s Leben. Zumindest aber ´ne leichte Vollmeise!“. So bin ich also noch völlig von den Socken, wie der benachbarte Intensivtherapiestationspatient hier so unbehandelt vom Leder ziehen kann, als sich durch eine leichte Kopfdrehung des Letztgenannten herausstellt, dass dieser lediglich in seine am Ohr befestigte Bluetoothanlage parliert. Und just in dem Moment als mein Hirn erfasst, was mein Augenpaar trotz gleißendem Licht schon längst erspäht hat, habe ich eine, beinahe göttliche, Eingebung.

Nach all den Jahrzehnten der Toleranz und Rücksichtnahme stelle ich plötzlich fest, dass diese ganzen Alten, Andersfarbigen, Autisten, Migrationshintergründler, Nazis, Kleinkinder, Kampfhunde, Politiker, Politikverdrossenen, Zurückgebliebenen, Rollstullfahrer, Kriegstreiber, Nachbarn, Kollegen, Verkehrsteilnehmer und Einzelhändler mir bisweilen genauso auf den Sack gehen wie jeder andere gegelte Mobilfunkteilnehmer auch. Da muß ich grinsen, und eine wohlige Zufriedenheit macht sich breit und kleidet mein Gedärm in warmes Lächeln, gleichdem, welches auf dem Gesicht in den Sommersonnenstrahlen thront.
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Der Katzen unbesungen Klugheit

von henman
22.06.2010
Posted to Halbgedachtes
Also hier ist mal ne Mieze, die weiß wo der Quark die Kuh verlässt, der Elch die Schuppen bürstet, die Ratte Samba trommelt und die Schildkröte personennahverkehrt.
Ganz ehrlich, DAS beste Verkehrsmittel aller Zeiten.
(und die bescheuerste Hintergrundmusik, aber irgendwas ist ja immer. Ich empfehle MUTE)

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Mein Hirn in fünf Minuten

von henman
20.06.2010
Posted to Halbgedachtes
Und dann liegst du da, wie ein an der dänischen Küste gestrandeter, aber nun doch verstorbener, Finnwal und kratzt dir das frisch zurückgeschorene Haupthaar. Aus dem Fernsehapparat gilt es wüstes Vuvuzelagestöhne zu erleiden, während sich ein Herr von Brasilianern und Nordafrikanern in Südafrika die Bälle zuspielt. Urplötzlich ein Gedankenblitz. Fiktiver Dialog. „Papaaa, ich hab Hunger!“ „Na und, seh´ ich aus wie die Dönerfee?!“. Inneres Eiapopeia. Hat so eine Trillerpfeife, welche zum Schiedsrichten verwendet wird, eigentlich heutzutage immer noch eine Erbse zum tirilieren in ihrem bauchigen Körper? Oder mimikriert man die Dinger aus Plastik? Letztgedachtes wäre wohl nicht so gut, wegen dieser Ölknappheitssache und so. Erschwerend hinzu kommt außerdem noch, dass das ganze gute zukünftige „British Petroleum“ puppenlustig im Golf von Mexiko herumschwimmt. Oder sich von modebewussten Küstenvögeln und anderem Getier als kleidsames Sommeraccessoire überstreifen lässt. Die Plastikerbse. Der tickende Sekundenzeiger an der Tankuhr des Erdrestöls. Aber apropos mittelamerikanische Anrainerstaaten. Die mexikanische Fußballnationalmannschaft weiß einen Mann in ihren Reihen, welcher auf den klangvollen Namen „Aguilar“ (sprich: Agiler) hört. Die Deutschen haben „Lahm“. Lahm!! In der brasilianischen Elf spielt sogar „Elano“. Wir feuern „Badstuber“ an. Internationale Gelenkigkeit, ick hör´ dir trapsen. Doch eigentlich ist dieses ganze pandemische Brandherde schüren vollkommen egal, weil sich nämlich herausstellt, dass die Tabakvorräte versiegt sind. Ein röchelndes Husten bestätigt die zu erwartenden Entzugserscheinungen. Dann wird Morgenstund´ wohl morgen auch Zahnpasta, Fußmarsch, Kleingeld und Nikotinvernnichtung, anstelle von einzig schnödem Golde im Mund haben. Aber das Leben ist nun mal kein Aerobickurs. Mit Supermodels. Von hinten betrachtet. Vielmehr ist das Leben wie ein an der dänischen Küste gestrandeter, aber nun doch verstorbener, Finnwal. Am Anfang noch großes „Ohh“ und Buhei und dann schnell vorbei.
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Das Morgengedicht

von henman
19.06.2010
Posted to Halbgedachtes
Das Licht geht an, die Show beginnt, ein erstes Sonnenstrahlen;
Ein neuer Tag nun Anlauf nimmt, das Datum steigend´ Zahlen.
Mit trötend´ Weckersang begrüßt, erhebt sich das Gemüte,
Der Morgenhauch durch´s Fenster gerad´, trägt mit sich manche Blüte.

Kurzum, ein frischer Odem quillt, weiß rauschhaft Schlaf zu enden;
Will munter Tatendränge säen, mit Gesten, recht behänden.
Bei mir jedoch, so zeigt es sich, sei diese Müh´ vergebens,
Erfreut sich denn mein Körper noch, nur minimalen Lebens.

Die Lunge dröhnt, ein Teermoloch, die Augen rot vor Schmerzen,
Ein Puls, am Daseinsrande fast, im klapprig scheppernd´ Herzen.
Im Gebeine knackt es nur, in Muskeln flächig Zerrung,
Ein Ächzen, Stöhnen, Atrophier´n, wie Lebensgeistersperrung.

Die Finger zittern träg´ herum, die Blicke, sinusgleiche,
Bewusstsein wabert müd´ umdrein, wünscht sich in Morpheus´ Reiche.
Die Zung´, mit Nerz und Zobel, gar wundersam bespannet,
Auf das am frühsten Morgen sich, Geschmack nicht schon verfanget.

Denn hier bläst Sonnenlicht das Hallali, hier rappelt´s in der Kiste,
Jetzt geht es, frisch, fromm, fröhlich, frei, geschwinde auf die Piste.
Die Physis ist nun schnurzegal, nun muß der Wille siegen,
Denn nur wer geistig schwach sich zeigt, der bleibt im Bette liegen.

Wohlan, flüstert der matte Geist, nun schwingen wir die Hufe,
Und tuen es dem Hahne gleich, verkünden Morgenrufe.
Auf spitzen Lippen bildet sich, nun Takt für Takt Gesange,
Als Gruß dem Tage dargebracht, im kratzig Lungen Klange.
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Der Weg

von henman
16.06.2010
Posted to Halbgedachtes
Eure Säulenreihen, Wandelgänge und Alleen, können mich nicht halten. Ich zerreiße ihre Grenzen und stolziere pfeifend querfeldein. Eure Zäune, Barrikaden und Schranken, ringen mir nur müdes Lächeln ab. Ich überspringe sie mit jugendlichem Leichtmut. Eure Stolpersteine, Gabelungen und Markierungen sind mir einerlei. Ich durchmesse sie mit weitem Schritt. So lang ich denke, dünkt mir Freiheit. Alsbald Gedanken sprießen, wächst auch Eigenart´. Sobald Ideen langen, wuchert Vielfalt in Optionen. Zeit schnürt nur ganz am Ende ein, dazwischen lauert Farbenspiel. Zeit ist vielleicht von Tag und Nacht umgeben, doch überall ticken die Uhren anders. Zeit will mit Wut mir Richtung geben, einzig ich entscheide wie spät es ist. Ich form´ mir meinem Weg aus Knetgummi. Ich mach´ Barrieren und reiß´ sie ein. Ich sag an, was weg- und unwegbar ist. Das ganze Leben ist schweifender Blick. Ist Vorsicht und Nachsicht und Aussicht. All das Leben ist Lauschen ins Ungewisse. Ist Horchen und Hören und Ohren spitzen. Das ganze Erleben ist tastender Griff. Ist Gefühl und Haptik und Fassbares. Eure Grenzen schrecken mich nicht. Eure Worte sind nur Ziele. Eure Mittel zerstreue ich, zerstreuen mich. Euer Lachen entfacht meinen Mut. Eure Säulenreihen, Wandelgänge und Alleen, können mich nicht halten. Ich zerreiße ihre Grenzen und stolziere pfeifend querfeldein
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Das erste Mal

von henman
09.06.2010
Posted to Halbgedachtes
Und plötzlich fehlen dir die Worte. Kannst nicht mal Taten für dich sprechen lassen. Freier Wille scheint gelähmt. Bewegung wie Gespräch gebunden mit brennend´ Staunen. Die Augen weit aufgerissen. Mit ängstlichem Blick an den Horizont geheftet. Gelegenheiten, Chancen, Möglichkeiten. Alles blasser Dunst, vertane Episoden. Irgendwie einsam umschweben einzelne Gedanken das wackelige Gerüst, welches einst ein Verstand werden wollte. Nun thront ein anhaltender Pfeifton hier. Leere. Die Luft verwandelt sich in Schaumstoff. Elastischer Widerstand ruht auf den Gliedern. Die Demarkationslinie der Wirklichkeit. Satt angefüllt mit Versagensängsten und willkürlichem Wohlwollen. Reißend rauscht das Blut unüberhörbar am Mittelohr entlang. Jeder Herzschlag Sturzbach und Erdbeben zugleich. Zu Naturgewalten transformierte Lebensströme. Elektrisiert richtet sich Flaum im Nacken auf. Eine Gänsehaut bespannt die Epidermis, kündet von vegetativ vermeldeter Anspannung. Derwischgleich springt die Zeitpunktwahrnehmung zwischen Bildstakkato und zäher Diafolge hin und her. Sinn für Realität hat sich längst in Rauch und Wohlgefallen aufgelöst. Sprachlos, starren Blickes, mit Herzschlag bis zum Halse. Ängstlich, zitternd fast, dennoch staunend lächelnd. Und alles nur, als ich dich zum ersten Mal sah.
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Und jetzt alle singen...

von admin
08.06.2010
Posted to Halbgedachtes
Endlich gibt es mal ein Lied, welches alle wichtigen zoologischen Bereiche abdeckt und dabei auch noch witzig ist. Also bitte:

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