Das Licht geht an, die Show beginnt, ein erstes Sonnenstrahlen;
Ein neuer Tag nun Anlauf nimmt, das Datum steigend´ Zahlen.
Mit trötend´ Weckersang begrüßt, erhebt sich das Gemüte,
Der Morgenhauch durch´s Fenster gerad´, trägt mit sich manche Blüte.
Kurzum, ein frischer Odem quillt, weiß rauschhaft Schlaf zu enden;
Will munter Tatendränge säen, mit Gesten, recht behänden.
Bei mir jedoch, so zeigt es sich, sei diese Müh´ vergebens,
Erfreut sich denn mein Körper noch, nur minimalen Lebens.
Die Lunge dröhnt, ein Teermoloch, die Augen rot vor Schmerzen,
Ein Puls, am Daseinsrande fast, im klapprig scheppernd´ Herzen.
Im Gebeine knackt es nur, in Muskeln flächig Zerrung,
Ein Ächzen, Stöhnen, Atrophier´n, wie Lebensgeistersperrung.
Die Finger zittern träg´ herum, die Blicke, sinusgleiche,
Bewusstsein wabert müd´ umdrein, wünscht sich in Morpheus´ Reiche.
Die Zung´, mit Nerz und Zobel, gar wundersam bespannet,
Auf das am frühsten Morgen sich, Geschmack nicht schon verfanget.
Denn hier bläst Sonnenlicht das Hallali, hier rappelt´s in der Kiste,
Jetzt geht es, frisch, fromm, fröhlich, frei, geschwinde auf die Piste.
Die Physis ist nun schnurzegal, nun muß der Wille siegen,
Denn nur wer geistig schwach sich zeigt, der bleibt im Bette liegen.
Wohlan, flüstert der matte Geist, nun schwingen wir die Hufe,
Und tuen es dem Hahne gleich, verkünden Morgenrufe.
Auf spitzen Lippen bildet sich, nun Takt für Takt Gesange,
Als Gruß dem Tage dargebracht, im kratzig Lungen Klange.